Museum der Festung Toruń

Mit dem Museum der Festung Toruń entsteht eine weitere Filiale des Bezirks-Museum in Toruń. Es wird in der Culmer Tor-Kaserne neben dem Busbahnhof entstehen. Gegenwärtig finden im Objekt eine Reihe von Renovierungs- und Bauarbeiten statt. Die Eröffnung des Museums ist für das Jahr 2020 geplant.

Die historische Festung in Toruń war ein mehrdimensionales Werk und stellt aus gegenwärtiger Sicht bis heute ein Erbe, das mehrere materielle Andenken beinhaltet dar. Dazu zählen vor allem übrig gebliebenen Gebäuden, Gegenstände, Dokumente und auch die Erinnerungen, die mit der Festung verbunden sind, bis hin zur gegenwärtigen Nutzung der verschiedenen zur Festung gehörenden Bauten einschließlich des kulturellen Umfeldes.

Das Bewahren der Erinnerung an die Überreste einer der am besten erhaltenen Festungen Europas ist das Hauptziel der Gründung des Museums der Festung Toruń im ehemaligen Gebäude der Festungskaserne. Seine Aufgabe wird die Präsentation der Fortifikationsgeschichte seit dem Mittelalter bis zur Hälfte des XX. Jh. und der Geschichte einer der größter Militärgarnisonen der Zwischenkriegszeit in Polen sein.

In den einzelnen Ausstellungsräumen werden die verschiedenen Arten der Festungsanlagen, die es in Toruń gibt, in Form von Modellen oder Computervisualisierungen präsentiert. Die vorgestellten Inhalte werden durch echte Exponate, darunter Elemente der Ausstattung, Bewaffnung und Soldatenuniformen aus den verschiedenen historischen Zeiträumen ergänzt.

Im Museum soll nicht nur die Geschichte der Militärarchitektur gezeigt werden, sondern auch die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung, der Einfluss der Befestigungsanlage auf die Stadt und die Kämpfe, die um die Festung geführt wurden.

Ein wichtiges Element der zukünftigen Ausstellung wird nicht nur die Präsentation der Objekte und der Festungsanlagen werden, sondern auch die Art und Weise deren Baus sowie der Nutzung durch die Mannschaft der Festung.

Die geplante Ausstellung wird durch die Vorstellung der Geschichte des in Europa ältesten Truppenübungsplatzes (viele Elemente der ehemaligen Infrastruktur des Platzes sind bis heute erhalten und ein Teil von ihnen wird im neuen Museum gezeigt) und der Orte des Leidens darunter das Gefangenenlager aus den Jahren 1939 – 1945, deren Geschichte nur sehr wenig bekannt ist, ergänzt.

Das letzte Element der neuen Ausstellung wird die Geschichte der Thorner Garnison aus den Jahren 1920 – 1939 sein. Zu dieser Zeit waren in der Stadt über 90 Militäreinheiten und Militäreinrichtungen aktiv. Toruń war auch das größte Zentrum für militärische Ausbildung im Land. Hier waren Militärschulen aller Art ansässig: Luftwaffe, Kriegsmarine und Landstreitkräfte.

Im Museum wird es darüber hinaus ein Platz für die Organisierung von Sonderausstellungen und Ausstellungen zu bestimmten Anlässen geben sowie zur Präsentation der gegenwärtigen Thorner Festung – der aktuelle Zustand der Festungsanlagen und die Art und Weise ihrer Nutzung.

Die Thematik der jeweiligen Blöcke wird in chronologischer Reihenfolge präsentiert, um die Entwicklung des Thorner Forts im Laufe der Fortifikationsgeschichte zu zeigen. In jedem Ausstellungssaal (Kasernenkammer) wird jeweils ein Aspekt (ein Thema) präsentiert.

Die Themen des allgemeinen Programms der Ausstellung sind:

  • Raumentwicklung der Befestigung (deren Kern und der äußere Befestigungsstreifen),
  • Geschichte von Toruń, als die Stadt noch eine Grenzstadt war,
  • Einfluss der Festung auf die Stadt,
  • Preußische Entwürfe zur Thorner Befestigungsanlage,
  • Garnison der Festung und deren Einfluss auf das Leben der Stadt,
  • Alltag in der Festung,
  • Bedeutende Befehlshaber,
  • Zur Festung gehörende Ausrüstung,
  • Geschichte der Luftschiffhalle und der Luftwaffe.

Die Ausstellung wird durch eine multimediale Enzyklopädie in jedem Ausstellungsraum ergänzt.